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Froschradweg: Etappenplaner für den Rundkurs

Der Froschradweg lässt sich in fünf Tagesetappen zwischen 40 und 60 Kilometern fahren. Diese Seite ordnet jeder Etappe Bahnhöfe, Badestellen und Abzweige zu, damit der Rundkurs auch in Teilen oder mit Bahnanreise geplant werden kann.

5
Tagesetappen
6
Bahnhöfe am Kurs
40–60km
Etappenlänge

Der Rundkurs in Etappen

Der Froschradweg ist rund 260 Kilometer lang und hat keinen vorgegebenen Start. Die folgende Einteilung beginnt in Hoyerswerda, weil die Stadt den besten Bahnanschluss hat und am Übergang zum Lausitzer Seenland liegt. Jede Etappe endet in einem Ort mit Unterkunft und – bis auf Königswartha, wo der Bahnhof drei Kilometer entfernt liegt – mit Bahnhof am Weg.

Etappe 1: Hoyerswerda – Wittichenau – Kamenz (ca. 55 km)

Aus Hoyerswerda führt der Weg nach Süden über die Schwarze Elster nach Wittichenau, dem Zentrum der katholischen Sorben mit der Wallfahrtstradition zum Rosenthaler Marienbild. Hinter Wittichenau umrundet der Kurs das Dubringer Moor auf dem Nordrand; Beobachtungsstände am Weg. Über Ralbitz und Räckelwitz – Dörfer, in denen zu Ostern die Osterreiter-Prozessionen starten – erreicht die Etappe Kamenz, die Geburtsstadt Gotthold Ephraim Lessings. Die Stadt liegt auf dem Hutberg; die einzige spürbare Steigung des Tages führt hinauf. Bahnhof: Kamenz (Verbindung nach Dresden).

Etappe 2: Kamenz – Königswartha (ca. 40 km)

Kurze Etappe durch die westlichen Teichgruppen. Bei Deutschbaselitz liegt der größte Teich des Reservats mit Beobachtungsturm; über Neschwitz mit Schloss und Barockgarten geht es nach Königswartha, wo seit dem 13. Jahrhundert Karpfen gezüchtet werden. Die Fischereischule und die Teichwirtschaft prägen den Ort. Die kurze Etappe erlaubt einen Abstecher zum Bautzener Stausee (10 km). Bahnhof: Königswartha (Strecke Bautzen–Hoyerswerda), 3 km vom Ort.

Etappe 3: Königswartha – Guttau – Niesky (ca. 60 km)

Die längste Etappe durchquert die Kernzone des Biosphärenreservats. Zwischen Guttau, Wartha und Kreba-Neudorf reiht sich Teich an Teich; das Haus der Tausend Teiche in Wartha ist das Besucherzentrum des Reservats. Hinter Kreba führt der Weg durch Kiefernwald nach Niesky, dessen Zentrum die Herrnhuter Brüdergemeine 1742 als planmäßige Siedlung anlegte. Bahnhof: Niesky (Strecke Görlitz–Hoyerswerda).

Etappe 4: Niesky – Rietschen – Lohsa (ca. 50 km)

Die Etappe führt in das Wolfsgebiet der Muskauer Heide. Rietschen mit der Erlichthof-Siedlung – umgesetzte Schrotholzhäuser aus abgebaggerten Dörfern – ist der Mittelpunkt; das Wolfsbüro informiert über die Rückkehr der Wölfe seit 2000. Über Boxberg mit dem Kraftwerk und dem Bärwalder See, dem flächengrößten See Sachsens, erreicht der Weg Lohsa. Bahnhöfe: Rietschen, Lohsa.

Etappe 5: Lohsa – Hoyerswerda (ca. 40 km)

Der Schlussabschnitt ist die Badeetappe. Silbersee, Knappensee und Scheibe-See bei Lohsa sind geflutete Tagebaue mit Stränden und Campingplätzen. Der Weg folgt der Kleinen Spree zurück nach Hoyerswerda; wer noch Zeit hat, fährt den Zubringer zum Geierswalder See und zur Seenland-Route. Bahnhof: Hoyerswerda.

Verbindungen zu anderen Wegen

AbzweigOrtZielEntfernung
Seenland-RouteHoyerswerdaHafen Geierswalde10 km
SpreeradwegLohsa / UhystBärwalder See, Spree5 km
Sächsische StädterouteKamenzBautzen25 km
Oder-Neiße-RadwegNieskyRothenburg20 km

Karte und Beschilderung

Regionale Radkarten im Maßstab 1:75.000 zeigen den gesamten Kurs auf einem Blatt. Die Beschilderung – grüner Frosch auf weißem Grund – ist durchgehend; an den Knotenpunkten mit Seenland-Route und Spreeradweg überlagern sich die Logos auf kurzen Abschnitten. GPX-Tracks für Navigationsgeräte stellt das Biosphärenreservat kostenfrei bereit.

Unterkunft und Verpflegung je Etappe

Hoyerswerda, Kamenz und Niesky haben Hotels und Pensionen in allen Preisklassen; in Königswartha und Lohsa ist das Angebot klein und sollte im Sommer vorgebucht werden. Zwischen den Etappenorten liegen Dorfgasthöfe, die typischerweise mittags und abends öffnen, montags aber oft geschlossen sind – in der Kernzone zwischen Guttau und Kreba fehlen sie auf 25 Kilometern ganz. Wasser und Proviant gehören daher auf Etappe 3 ins Gepäck. Campingplätze liegen an den Seen bei Lohsa und Hoyerswerda sowie in Kamenz; Zelten in der freien Landschaft ist im Reservat nicht erlaubt.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es in allen Etappenorten; Bankautomaten in Hoyerswerda, Kamenz und Niesky. Fahrradwerkstätten liegen in Hoyerswerda und Kamenz, Flickzeug und Ersatzschlauch gehören dennoch ins Gepäck.

Den Rundkurs auf drei oder vier Tage legen

Fünf Etappen sind der bequeme Zuschnitt, nötig sind sie nicht. Wer den Rundkurs in vier Tagen fahren will, hängt die kurze Etappe zwischen Kamenz und Königswartha an einen Nachbarabschnitt und kommt auf Tagesleistungen von sechzig bis siebzig Kilometern – auf ebenem Gelände und mit früher Abfahrt gut machbar. Drei Tage bedeuten neunzig Kilometer täglich; das ist sportlich und lässt für Teiche, Museen und Bäder keine Zeit.

In die andere Richtung funktioniert es ebenso. Sechs oder sieben Tage erlauben Ruhetage in Hoyerswerda und Niesky, Abstecher in das Dubringer Moor und an den Bärwalder See sowie einen Vormittag am Beobachtungsstand. Für Familien ist dieser Zuschnitt der sinnvolle: dreißig bis vierzig Kilometer pro Tag, dazwischen eine Badestelle, und die Bahn als Rückfallebene, wenn der Antrieb nachlässt.

Gegen oder mit dem Uhrzeigersinn

Die Fahrtrichtung ist auf einem Rundkurs eine echte Entscheidung, und für den Froschradweg sprechen zwei Punkte für den Uhrzeigersinn, also von Hoyerswerda über Wittichenau nach Kamenz. Erstens liegen die Teichgruppen und die Kernzone des Biosphärenreservats dann in der Mitte der Reise, wenn die Aufmerksamkeit am größten ist. Zweitens folgt die Seenlandschaft am Ende – ein Abschluss mit Badestelle und dem Anschluss an die Seenland-Route.

Gegen den Uhrzeigersinn beginnt die Tour mit den jungen Seen und endet in der Teichlandschaft; das ist die stimmigere Reihenfolge für alle, die vor allem wegen der Vögel kommen, weil die frühen Morgenstunden dann in die Teichetappen fallen. Der vorherrschende Westwind hilft in beiden Richtungen jeweils auf der Hälfte der Strecke – ein Argument, das auf einem Rundkurs entfällt.

Häufige Fragen

Wo kann man den Froschradweg abkürzen?

An jedem Bahnhof – Hoyerswerda, Kamenz, Königswartha, Niesky, Rietschen und Lohsa liegen am oder nahe am Kurs. Die Strecke Hoyerswerda–Niesky ist direkt mit der Bahn verbunden, sodass der Nord- oder Südbogen einzeln gefahren werden kann.

Gibt es Badestellen am Froschradweg?

Ja, im Südwesten. Silbersee, Knappensee und Scheibe-See bei Lohsa und Hoyerswerda sind Bergbaufolgeseen mit Badestränden. Die Fischteiche des Biosphärenreservats sind nicht zum Baden freigegeben.

Kann man vom Froschradweg ins Lausitzer Seenland wechseln?

Ja. In Hoyerswerda zweigt der Zubringer zur Seenland-Route nach Geierswalde ab, rund zehn Kilometer. Bei Lohsa verbindet der Weg über Bärwalde den Froschradweg mit dem Spreeradweg.

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51°31′N 14°08′E